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Strommarkt & Netz

Zählerwechsel

Vor der Einspeisung muss der alte Stromzähler gegen einen Zweirichtungszähler getauscht werden. Zuständig ist der Messstellenbetreiber.

Dauer
2 bis 8 Wochen
Kosten Einbau
meist keine
Jährliches Entgelt
20 bis 50 €

Warum der alte Zähler nicht bleiben kann

Ein klassischer Ferraris-Zähler zählt nur in eine Richtung – und würde bei Einspeisung rückwärts laufen. Das ist nicht zulässig, weil eingespeiste und bezogene Mengen getrennt erfasst werden müssen. Deshalb kommt vor der ersten Einspeisung ein Zweirichtungszähler ins Haus, bei größeren Anlagen ein intelligentes Messsystem.

Wer zuständig ist

Nicht der Stromlieferant, sondern der Messstellenbetreiber – meist der örtliche Netzbetreiber, der diese Rolle standardmäßig innehat. Seit der Liberalisierung des Messwesens können Sie auch einen wettbewerblichen Messstellenbetreiber beauftragen, was bei speziellen Anforderungen an Datenauflösung oder Schnittstellen interessant sein kann.

Der Ablauf

  1. Der Installateur meldet die Fertigstellung der Anlage beim Netzbetreiber.
  2. Der Messstellenbetreiber vereinbart einen Termin – üblich sind zwei bis acht Wochen.
  3. Der Zähler wird getauscht, Zählerstände werden protokolliert.
  4. Die Anlage geht offiziell in Betrieb, siehe Inbetriebnahme.

Wichtig: Die Anlage darf – nach Abstimmung mit dem Netzbetreiber – oft schon vor dem Zählerwechsel laufen. Die in dieser Zeit erzeugten Mengen werden nachträglich über die Zählerstände abgerechnet. Das rechtliche Inbetriebnahmedatum und damit der Vergütungssatz hängen nicht am Zählertausch.

Was noch zu prüfen ist

Häufiger Stolperstein ist der Zählerschrank selbst. Alte Schränke erfüllen die Anforderungen der VDE-AR-N 4100 nicht – fehlender Platz für den Zweirichtungszähler, kein Raum für Steuerungstechnik, keine Plombiermöglichkeit. Eine Ertüchtigung kostet je nach Umfang 800 bis 2.500 Euro und sollte vor der Anlagenplanung geklärt sein. Wir prüfen das beim Vor-Ort-Termin mit, siehe Komplettpaket.

Andere Bezeichnungen: Zählertausch · Zählersetzung · Messstellenbetrieb

FAQ

Häufige Fragen zu Zählerwechsel

Was kostet der Zählerwechsel?

Der Einbau selbst ist in der Regel kostenlos. Für den Messstellenbetrieb fallen jährlich 20 bis 50 Euro an, je nach Zählertyp und gesetzlicher Preisobergrenze.

Darf die Anlage vor dem Zählerwechsel laufen?

Nach Abstimmung mit dem Netzbetreiber meist ja. Die erzeugten Mengen werden nachträglich über die Zählerstände abgerechnet, und das Inbetriebnahmedatum bleibt für die Vergütung maßgeblich.

Alle Fragen und Antworten

Verwandte Begriffe

Das passt zu Zählerwechsel

Smart Meter (iMSys)

Ein Smart Meter ist ein digitaler Zähler mit Kommunikationseinheit. Er erfasst den Verbrauch viertelstündlich und ist Voraussetzung für dynamische Tarife.

Definition lesen

Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme ist der Tag, an dem eine Solaranlage erstmals Strom erzeugt. Er bestimmt Vergütungssatz und Beginn der 20-jährigen Förderdauer.

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Netzbetreiber

Der Netzbetreiber betreibt die Stromleitungen vor Ort. Er schließt Ihre Solaranlage an, zahlt die Einspeisevergütung und ist nicht Ihr Stromlieferant.

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Lena Krause, Energieberaterin bei solar0, lächelt in die Kamera
Lena KrauseIhre Energieberaterin0800 7652 349
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