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Wärme & Klima

Sole-Wasser-Wärmepumpe

Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe nutzt Erdwärme über Sonden oder Kollektoren. Sie arbeitet effizienter als Luftgeräte, kostet aber mehr in der Erschließung.

Jahresarbeitszahl
4,0 bis 5,0
Erdsonde Tiefe
50 bis 150 m
Mehrkosten
8.000 bis 15.000 €

Konstante Quelle statt schwankender Außenluft

Ab etwa zehn Metern Tiefe liegt die Erdtemperatur ganzjährig bei rund 10 Grad. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe muss dagegen im Januar mit minus 5 Grad arbeiten – genau dann, wenn der Wärmebedarf am höchsten ist. Aus dieser Konstanz ergibt sich der Effizienzvorteil: Sole-Wasser-Geräte erreichen Jahresarbeitszahlen von 4,0 bis 5,0 statt 3,0 bis 4,0.

Zwei Erschließungsarten

ErdsondeFlächenkollektor
Platzbedarfgering1,5–2× beheizte Fläche
Tiefe50–150 m1,2–1,5 m
Genehmigungbergrechtlich erforderlichmeist anzeigepflichtig
Kostenhöherniedriger, wenn Bagger möglich

Die Bohrung ist genehmigungspflichtig und in Wasserschutzgebieten häufig ausgeschlossen. Die untere Wasserbehörde entscheidet – diese Prüfung gehört an den Anfang jeder Planung, nicht ans Ende.

Wann sich der Mehrpreis rechnet

Die Erschließung kostet 8.000 bis 15.000 Euro mehr als eine Luft-Wasser-Anlage. Dem steht ein um 20 bis 30 Prozent geringerer Stromverbrauch gegenüber. Bei einem Haus mit 20.000 Kilowattstunden Wärmebedarf sind das rund 1.000 Kilowattstunden Strom weniger pro Jahr – die Amortisation des Mehrpreises dauert damit 15 bis 25 Jahre, bei einer Lebensdauer der Sonde von über 50 Jahren.

Klar im Vorteil ist die Erdwärme bei schlecht gedämmten Altbauten mit hohen Vorlauftemperaturen, bei Neubauten mit passiver Kühlung über die Sonde und dort, wo das Außengerät einer Luftwärmepumpe aus Platz- oder Schallgründen nicht aufgestellt werden kann. Eine Einordnung für Ihr Gebäude finden Sie unter Wärmepumpe.

Andere Bezeichnungen: Erdwärmepumpe · Geothermie-Wärmepumpe · Erdsonde

FAQ

Häufige Fragen zu Sole-Wasser-WP

Ist eine Erdwärmepumpe besser als eine Luftwärmepumpe?

Effizienter ja, mit 20 bis 30 Prozent weniger Stromverbrauch. Wirtschaftlich rechnet sich der Mehrpreis für die Bohrung aber erst bei hohem Wärmebedarf oder über sehr lange Laufzeiten.

Braucht eine Erdsonde eine Genehmigung?

Ja, Bohrungen sind wasser- und bergrechtlich genehmigungspflichtig. In Wasserschutzgebieten werden sie häufig nicht erteilt – die Prüfung sollte vor allen weiteren Planungsschritten stehen.

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