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Technik & Komponenten

Umschaltzeit

Die Umschaltzeit ist die Dauer zwischen Netzausfall und Beginn der Ersatzstromversorgung. Sie reicht von unter 20 Millisekunden bis zu einer Minute.

USV-Qualität
unter 20 ms
Übliche Ersatzstromsysteme
10 bis 60 s
Notstromsteckdose
manuell

Warum die Millisekunden zählen

Bei einem Netzausfall muss das Haus erst sicher vom Netz getrennt werden, bevor der Wechselrichter ein eigenes Netz aufbauen darf – sonst bestünde Lebensgefahr für Monteure an der Leitung. Wie schnell dieser Vorgang abläuft, entscheidet darüber, was im Haus passiert:

  • Unter 20 ms: Nichts fällt aus. Computer, NAS, Server und die Heizungssteuerung laufen ohne Unterbrechung weiter.
  • 10 bis 60 Sekunden: Licht und Geräte gehen aus und wieder an. Rechner starten neu, Uhren müssen gestellt werden, aber Kühlschrank und Heizung laufen danach weiter.
  • Manuell: Bei einer einfachen Notstromsteckdose müssen Sie selbst umstecken.

Was die Umschaltzeit bestimmt

Technisch ist es die Kombination aus Netzüberwachungsrelais, Netztrennschalter und der Zeit, die der Wechselrichter braucht, um vom netzparallelen in den netzbildenden Betrieb zu wechseln. Systeme mit elektronischer statt mechanischer Trennung erreichen die unterbrechungsfreie Qualität.

Eine zweite Größe kommt hinzu: Nach der Umschaltung muss der Speicher die volle Hauslast tragen. Die verfügbare Leistung ergibt sich aus der C-Rate und der Wechselrichterleistung – nicht aus der Speicherkapazität. Ein System, das in 15 Millisekunden umschaltet, aber nur 3 Kilowatt liefert, fällt aus, sobald jemand den Wasserkocher einschaltet.

Was für Ihr Haus sinnvoll ist

Für die meisten Haushalte reicht ein Ersatzstromsystem mit einigen Sekunden Umschaltzeit vollkommen. Unterbrechungsfreie Qualität lohnt bei Homeoffice mit Serverbetrieb, medizinischen Geräten, Aquarien und Tierhaltung oder einer Heizungsanlage, die einen Neustart schlecht verträgt. Welche Stufe zu Ihnen passt, klären wir in der Beratung – siehe Notstrom.

Andere Bezeichnungen: Umschaltdauer · Übergangszeit · Blackout-Zeit

FAQ

Häufige Fragen zu Umschaltzeit

Wie schnell schaltet ein Ersatzstromsystem um?

Übliche Systeme brauchen 10 bis 60 Sekunden, hochwertige unterbrechungsfreie Lösungen unter 20 Millisekunden. In letzterem Fall merken Sie den Netzausfall praktisch nicht.

Reicht ein Ersatzstromsystem mit Sekunden Umschaltzeit?

Für die meisten Haushalte ja. Geräte gehen kurz aus und wieder an. Unterbrechungsfreie Systeme lohnen sich bei Servern, medizinischen Geräten oder empfindlichen Heizungssteuerungen.

Alle Fragen und Antworten

Verwandte Begriffe

Das passt zu Umschaltzeit

C-Rate

Die C-Rate beschreibt, wie schnell ein Batteriespeicher geladen und entladen wird – bezogen auf seine Kapazität. 1 C heißt volle Ladung in einer Stunde.

Definition lesen

Hybridwechselrichter

Ein Hybridwechselrichter steuert Solarmodule und Batteriespeicher in einem Gerät. Das spart eine Wandlungsstufe und erhöht den Systemwirkungsgrad.

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Batteriespeicher

Ein Batteriespeicher puffert überschüssigen Solarstrom für Abend und Nacht. Er hebt den Eigenverbrauch von rund 30 auf 60 bis 80 Prozent.

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Inselanlage

Eine Inselanlage arbeitet ohne Netzanschluss und versorgt sich vollständig selbst. Sie braucht große Speicher und wird meist bei fehlendem Netz eingesetzt.

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Lena Krause, Energieberaterin bei solar0, lächelt in die Kamera
Lena KrauseIhre Energieberaterin0800 7652 349
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Umschaltzeit in Ihrer Planung berücksichtigen

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