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Ertrag & Leistung

Autarkiegrad

Der Autarkiegrad gibt an, welchen Anteil seines Strombedarfs ein Haushalt selbst deckt. Mit Photovoltaik und Speicher sind 60 bis 80 Prozent üblich.

PV allein
25 bis 35 %
PV + Speicher
60 bis 80 %
Vollautarkie
wirtschaftlich selten sinnvoll

Autarkiegrad und Eigenverbrauch sind nicht dasselbe

Beide Kennzahlen werden ständig verwechselt. Der Eigenverbrauch misst, welcher Anteil des erzeugten Solarstroms im Haus bleibt. Der Autarkiegrad misst, welcher Anteil des verbrauchten Stroms aus der eigenen Anlage stammt. Die Formel lautet:

Autarkiegrad = selbst genutzter Solarstrom ÷ Gesamtstromverbrauch × 100

Ein Haushalt verbraucht 4.000 kWh im Jahr und nutzt davon 2.800 kWh vom eigenen Dach. Der Autarkiegrad liegt bei 70 Prozent, die restlichen 1.200 kWh kommen als Reststrom aus dem Netz.

Was den Autarkiegrad erhöht

  • Stromspeicher: der größte Hebel. Er verschiebt Mittagsstrom in den Abend und hebt die Autarkie von rund 30 auf 60 bis 80 Prozent.
  • Lastverschiebung: Wasch- und Spülmaschine laufen mittags statt nachts, gesteuert vom Energiemanagementsystem.
  • Ost-West-Belegung: eine breitere Ertragskurve am Morgen und Abend, siehe Ost-West-Ausrichtung.
  • Größere Anlage: mehr Fläche belegen kostet nur wenig mehr, bringt im Winter aber spürbar mehr nutzbaren Strom.

Warum 100 Prozent kaum jemand erreicht

Der Dezember liefert in Deutschland rund ein Zehntel des Juni-Ertrags, während der Verbrauch steigt. Um diese Lücke zu überbrücken, bräuchte es einen Speicher mit mehreren hundert Kilowattstunden – technisch möglich, wirtschaftlich unsinnig. Realistisch sind 60 bis 80 Prozent Jahresautarkie; von April bis September liegen viele Haushalte bei 90 bis 100 Prozent, im Winter bei 10 bis 25 Prozent.

Wer trotzdem unabhängiger werden will, kombiniert die Anlage mit einem dynamischen Stromtarif: Der Reststrom wird dann in den günstigsten Stunden gekauft. Das senkt zwar nicht den Netzbezug, aber die Kosten dafür – häufig wirksamer als jede weitere Speicherkilowattstunde.

Andere Bezeichnungen: Autarkie · Selbstversorgungsgrad · Unabhängigkeitsgrad

FAQ

Häufige Fragen zu Autarkiegrad

Welcher Autarkiegrad ist realistisch?

Mit Photovoltaik und passendem Speicher erreichen Einfamilienhäuser 60 bis 80 Prozent im Jahresmittel. Im Sommer sind 90 bis 100 Prozent normal, im Winter 10 bis 25 Prozent.

Lohnt sich ein größerer Speicher für mehr Autarkie?

Nur begrenzt. Ab etwa 1 kWh Speicher je 1.000 kWh Jahresverbrauch steigt die Autarkie kaum noch, die Kosten aber linear. Wirtschaftlicher ist es, den Verbrauch in die Sonnenstunden zu verschieben.

Alle Fragen und Antworten

Verwandte Begriffe

Das passt zu Autarkiegrad

Eigenverbrauch

Der Eigenverbrauch ist der Anteil des Solarstroms, der im eigenen Haus genutzt wird. Er entscheidet stärker als jede andere Größe über die Wirtschaftlichkeit.

Definition lesen

Batteriespeicher

Ein Batteriespeicher puffert überschüssigen Solarstrom für Abend und Nacht. Er hebt den Eigenverbrauch von rund 30 auf 60 bis 80 Prozent.

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Reststrom

Reststrom ist der Strom, den ein Haushalt trotz eigener Solaranlage aus dem Netz bezieht – vor allem im Winter und in der Nacht.

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Lena Krause, Energieberaterin bei solar0, lächelt in die Kamera
Lena KrauseIhre Energieberaterin0800 7652 349
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