Zum Inhalt springen
Achtung: Neue KfW-Förderregelung für Wärmepumpen ab 21. Juli – jetzt prüfen, was für Sie gilt!jetzt prüfen!Jetzt prüfen
Wärme & Klima

Heizstab

Ein Heizstab wandelt überschüssigen Solarstrom direkt in Warmwasser um. Er ist die einfachste Form, Stromüberschüsse thermisch zu speichern.

Leistung
2 bis 9 kW
Wirkungsgrad
nahezu 100 %
Kosten
300 bis 900 €

Die einfachste Form der Überschussnutzung

Ein Heizstab sitzt im Warmwasserspeicher oder Pufferspeicher und heizt mit Strom. Meldet das Energiemanagementsystem Überschuss, wird er stufenlos zugeschaltet und verwandelt Strom, der sonst für acht Cent ins Netz ginge, in Wärme, die sonst für zehn bis zwölf Cent aus Gas käme.

Technisch ist das trivial und entsprechend günstig: 300 bis 900 Euro inklusive Einbau, keine Wartung, kein Kältemittel, nichts, was kaputtgehen kann.

Warum es trotzdem kein Ersatz für eine Wärmepumpe ist

Der Heizstab hat einen Wirkungsgrad von nahezu 100 Prozent – aus einer Kilowattstunde Strom wird eine Kilowattstunde Wärme. Eine Wärmepumpe macht aus derselben Kilowattstunde drei bis fünf, weil sie Umweltwärme dazu holt (siehe Jahresarbeitszahl). Für die Raumheizung ist der Heizstab deshalb die teuerste denkbare Lösung.

Sinnvoll ist er in genau drei Rollen:

  • Warmwasser im Sommer: Die Heizung bleibt aus, der Heizstab deckt den Warmwasserbedarf aus Solarüberschuss.
  • Überschussverwertung: Wenn der Batteriespeicher voll ist und die Anlage sonst abregeln würde.
  • Legionellenschutz: Die regelmäßige Aufheizung auf über 60 Grad schafft eine Wärmepumpe oft nur mit schlechtem Wirkungsgrad – der Heizstab übernimmt das.

Die richtige Einbindung

Entscheidend ist die stufenlose Ansteuerung. Ein einfacher Ein-Aus-Heizstab mit 6 Kilowatt zieht bei 2 Kilowatt Überschuss Netzstrom dazu – und macht damit das Gegenteil dessen, was er soll. Moderne Geräte regeln in kleinen Schritten und folgen exakt der Überschusskurve. In Kombination mit einem dynamischen Tarif lässt sich der Heizstab zusätzlich in Negativpreisstunden betreiben.

Andere Bezeichnungen: Elektroheizstab · Power-to-Heat · Warmwasserstab

FAQ

Häufige Fragen zu Heizstab

Lohnt sich ein Heizstab zusätzlich zur Wärmepumpe?

Für Warmwasser im Sommer und zur Legionellenschutz-Aufheizung ja. Für die Raumheizung nicht – dort ist die Wärmepumpe drei- bis fünfmal effizienter.

Wie groß sollte ein Heizstab sein?

2 bis 3 kW reichen für Warmwasser in einem Einfamilienhaus. Wichtiger als die Leistung ist die stufenlose Regelung, damit er nur den tatsächlichen Solarüberschuss nutzt und keinen Netzstrom zukauft.

Alle Fragen und Antworten

Verwandte Begriffe

Das passt zu Heizstab

Pufferspeicher

Ein Pufferspeicher hält erzeugte Wärme vor. Er entkoppelt die Wärmepumpe vom Heizbedarf und ermöglicht den Betrieb in günstigen Solarstunden.

Definition lesen

Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe gewinnt Heizwärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser. Aus einer Kilowattstunde Strom werden drei bis fünf Kilowattstunden Wärme.

Definition lesen

Eigenverbrauch

Der Eigenverbrauch ist der Anteil des Solarstroms, der im eigenen Haus genutzt wird. Er entscheidet stärker als jede andere Größe über die Wirtschaftlichkeit.

Definition lesen
Lena Krause, Energieberaterin bei solar0, lächelt in die Kamera
Lena KrauseIhre Energieberaterin0800 7652 349
Persönliche Beratung

Heizstab in Ihrer Planung berücksichtigen

Unsere Energieberaterinnen und -berater rechnen Ihnen durch, was die Begriffe aus diesem Lexikon für Ihr Haus konkret bedeuten – Anlagengröße, Speicher, Förderung und Ersparnis.

  • Antwort innerhalb von 24 Stunden
  • Kostenlos und unverbindlich
  • Kein Verkaufsdruck
AnrufenErsparnis berechnen