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Recht, Förderung & Steuern

Volleinspeisung

Bei Volleinspeisung wird der gesamte Solarstrom ins Netz abgegeben. Dafür gibt es einen deutlich höheren Vergütungssatz als bei Überschusseinspeisung.

Bis 10 kWp
ca. 12,5 ct/kWh
Eigenverbrauch
nicht möglich
Bindung
jahresweise wählbar

Alles ins Netz

Die Volleinspeisung ist das Gegenmodell zur Überschusseinspeisung: Kein Kilowatt bleibt im Haus, alles wird verkauft. Der Haushaltsstrom wird weiterhin vollständig zugekauft. Zum Ausgleich liegt der Vergütungssatz mit rund 12,5 Cent für die ersten 10 kWp deutlich über den etwa 7,9 Cent der Überschussvariante.

Wann sich das rechnet

Die Bedingung ist einfach: Volleinspeisung lohnt nur, wenn Sie den Strom ohnehin nicht selbst nutzen könnten. Das trifft zu bei:

  • Großen Dächern mit kleinem Verbrauch – etwa Scheunen, Nebengebäuden oder Ferienhäusern
  • Zweitanlagen auf einem Gebäude, dessen Eigenbedarf bereits von der ersten Anlage gedeckt wird
  • Kapitalanlagen, bei denen die Fläche gepachtet und kein Eigenverbrauch möglich ist

Für ein normales Einfamilienhaus mit 4.000 Kilowattstunden Verbrauch ist sie praktisch nie die bessere Wahl – der Eigenverbrauch ist mit 34 Cent je Kilowattstunde fast dreimal so viel wert wie die höhere Vergütung.

Kombination und Wechsel

Seit dem EEG 2023 lassen sich beide Modelle auf einem Gebäude kombinieren. Üblich ist dann eine kleinere Anlage im Überschussbetrieb, die den Eigenbedarf deckt, plus eine zweite Teilanlage in Volleinspeisung auf der Restfläche. Beide brauchen eine eigene Messung und müssen technisch klar getrennt sein.

Die Entscheidung wird dem Netzbetreiber vor Jahresbeginn mitgeteilt und gilt dann für das gesamte Kalenderjahr. Ein Wechsel ist jährlich möglich – etwa wenn später eine Wärmepumpe oder ein E-Auto den Eigenbedarf deutlich erhöht.

Andere Bezeichnungen: Volleinspeiseanlage · vollständige Einspeisung

FAQ

Häufige Fragen zu Volleinspeisung

Wann lohnt sich Volleinspeisung?

Nur wenn Sie den Strom nicht selbst nutzen können – etwa bei großen Dächern auf Nebengebäuden oder Zweitanlagen. Für normale Einfamilienhäuser ist die Überschusseinspeisung deutlich wirtschaftlicher.

Kann ich Volleinspeisung und Eigenverbrauch kombinieren?

Ja, seit dem EEG 2023 auf einem Gebäude mit zwei technisch getrennten Teilanlagen und separater Messung. Die kleinere Anlage deckt den Eigenbedarf, die zweite speist voll ein.

Alle Fragen und Antworten

Verwandte Begriffe

Das passt zu Volleinspeisung

Einspeisevergütung

Die Einspeisevergütung ist der gesetzlich garantierte Betrag je Kilowattstunde, die eine Solaranlage ins Netz abgibt – 20 Jahre plus Inbetriebnahmejahr.

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Direktvermarktung

Bei der Direktvermarktung wird Solarstrom über einen Händler an der Strombörse verkauft statt fest vergütet. Pflicht ist sie ab 100 kW Anlagenleistung.

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Lena Krause, Energieberaterin bei solar0, lächelt in die Kamera
Lena KrauseIhre Energieberaterin0800 7652 349
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